#015 Rettet die Retter – Warum du keine Seeanemone sein musst
Shownotes
Schnappst du dir auch ungefragt jede kleine Krise und jedes organisatorische Desaster im Flur, um es in deinen eigenen Rucksack zu stecken?
In dieser Episode verlassen wir den Autopiloten des Helfersyndroms. Du lernst den Unterschied zwischen unterstützendem Begleiten und rettendem Übernehmen kennen – und verstehst, warum ständiges Retten am Ende eine subtile Entmündigung des anderen ist.
In dieser Folge erfährst du: • Die toxische Unterwasser-WG: Was uns die Symbiose aus Einsiedlerkrebs und Seeanemone über emotionale Abhängigkeiten verrät, die als Hilfe getarnt sind. • Der Rettungswagen-Modus: Warum dein innerer Autopilot bei den Klagen anderer sofort anspringt und dir eine falsche moralische Verantwortung suggeriert. • Die Schattenseite der Rettung: Warum exzessives Helfen oft als Sucht nach einer schnellen Pille Anerkennung funktioniert und als perfekte Ausrede dient, die eigenen Risse im Boden zu ignorieren. • Hilfe mit Geländer: Wie du echtes Mitgefühl (das dich immer einschließt!) von Selbstaggression im Kostüm der Nächstenliebe trennst. • Die Kunst des Loslassens: Wie du zum Zeugen der Lösungskompetenz anderer wirst, anstatt sie unselbstständig zu machen und unbemerkt durch Türen zu tragen.
✨ Dein Mikro-Auftrag für die kommenden Tage: Nutze das „Hände-Stillhalten“: Wenn dir jemand ein Problem schildert, lege deine Hände flach auf deine Oberschenkel, drücke sie für drei Sekunden sanft nach unten und frage dich: „Hilft mein nächster Satz dem Wachstum des anderen – oder löse ich gerade für ihn?“ Wenn du unsicher bist, schluck den Rat herunter, höre nur zu und halte den Raum aus.
Werde Teil der Happy Campus Community (HCC): Du möchtest das stille Fundbüro im Lehrerzimmer endlich schließen und suchst Begleitung auf dem Weg zu echter, stabiler Selbstwirksamkeit? • Alle 3 Tage: Ein kleiner Mikro-Moment für deinen Alltag direkt in der Community. • Online-Fortbildung: Einmal im Monat Deep Dive für deine berufliche und private Power. • Infogespräch vereinbaren: https://www.happy-campus.de
Du bist wichtig. Du bist richtig. DU gestaltest Zukunft. Hör auf, die Seeanemone zu sein – bewohne dein eigenes Gehäuse. 💚
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Transkript anzeigen
00:00:00: Irgendwo in diesem Schulgebäude gibt es gerade jemanden dessen Problem mit den nächsten zehn Minuten auf deinem Tisch landen wird.
00:00:07: Nicht weil du darum gebeten hast, nicht weil es in deiner Stellenbeschreibung steht sondern weil du dafür bekannt bist dass du nicht nein sagst!
00:00:16: Du bist das stille Fundbüro des Kollegiums der emotionale erste Hilfekoffer mit Beinen.
00:00:26: Du siehst eine kleine Kreme sein organisatorisch Disaster und bevor dein Gehirn prüfen kann, ob dieser Teil überhaupt in deinen Zuständigkeitsbereich gehört.
00:00:35: Hast du es schon deinem Rucksack verschwinden lassen?
00:00:39: Fünf Minuten später wunderst Du Dich!
00:00:41: Warum Du käuchend versuchst diesen fremden Ballast zu bewegen während der eigentliche Besitzer ein spannender Wegrand steht sich den Schweiß von das Stirn wischt und bewundernd beim Maluchen zusieht.
00:00:54: Und nachts Liegst du wachen, grügelst über die familiäre Konstellation von Paula Marie.
00:00:59: Während Paula Marie vermutlich seht ihr schlummert und von ihrem nächsten Level bei Fortnite träumt!
00:01:06: Du hältst dich dabei für aufopferungsvoll – fast schon heilig?
00:01:11: Aber was wenn dieser Drang zu helfen gar nicht so edel
00:01:16: ist?!
00:01:16: Was wenn der Retter-Modus eine brillante Fluchtstrategie eine Flucht davor, sich endlich um die eigenen staubigen Baustellen zu kümmern.
00:01:27: Heute sprechen wir über die Retterfalle!
00:01:29: Warum helfen manchmal mehr Schaden als nützt?
00:01:32: und wie du lernst wirklich zu unterstützen ohne dich dabei emotional auszuweiden?
00:01:37: Herzlich willkommen bei Happy Campus.
00:01:41: Ich bin Manuela Schneider Gründerin von Happy Campus Heilpraktikerin für Psychotherapiemöglichmacherinnen und ZukunftsgestalterInnen.
00:01:48: Als Therapeutin begegne ich täglich einer der subtilsten Formen der Selbstausbeutung, dem reflexartigen Elfen.
00:01:58: Heute schauen wir uns an wie du dich ungefragt in den Acker der anderen einmischst und warum das in einer refftezehrenden Sackkasse endet.
00:02:09: Dazu habe ich einen Effekt aus den Tiefen des Ozeans mitgebracht – den Einsiedlerkrebs.
00:02:19: gilt das als Paradebeispiel perfekter Symbiose.
00:02:24: Die Seeanomone sitzt oben auf dem Gehäuse des Krebses, mit ihren giftigen Nesselarmen schützt sie ihn vor Fressfeinden.
00:02:34: Im Gegenzug bekommt sie einen bequemen Lever-Service.
00:02:39: Sie wird durch die Gegend getragen und schnappt sich die Essensreste, die den Krebs beim Fressen aus der Maul fallen.
00:02:45: Ein klassisches Win-Win.
00:02:50: Aber wenn du genauer hinschaust, entdeckst du die dunkle Seite.
00:02:54: Wenn der Einsiedler gräbt und mich wächst, muss er in ein größeres Gehäuse umziehen – das ist für sein Überleben essentiell!
00:03:03: Aber manche See-Anemone hat sich so an den Komfort gewöhnt, dass sie ihrem Wirt einfach nicht gehen lassen will.
00:03:10: Sie klammert sich fest, wird immer schwerer und sperriger.
00:03:14: Am Ende behindert sie den Krebs so massiv, dass er kaum noch fliehen kann… Und die Anemone?
00:03:19: Sie verlernt völlig, sich selbst zu versorgen.
00:03:28: Wenn der Krebs unter der Last zusammenbricht ist auch die Anemone erledigt eine Eipengigkeit, die als Hilfe getarnt ist und beide Seiten schwächt.
00:03:39: Genau das passiert im Alltag wenn du die Probleme der anderen dauerhaft übernimmst.
00:03:46: Du machst sie unsebständig Und dich kaputt.
00:03:55: Es beginnt immer mit einem harmlosen Reiz.
00:03:58: Eine Kollegin klagt im Lehrerzimmer über ihre dreihundert Korrekturen, ein Schüler berichtet zwischen Tür und Angel vom Stress mit den Eltern.
00:04:08: Neutral betrachtet ist es eigentlich nur einen Mensch erzählt etwas aus seinem Leben.
00:04:15: Punkt!
00:04:17: Aber in deinem Kopf schaltet sich innerhalb von Millisekunden der Rettungswagen-Modus ein.
00:04:23: Der innere Autopilot übernimmt sofort das Steuer und die Geschichte, die dein Gehirn dir dazu schreibt lautet.
00:04:30: Ich muss das jetzt lösen.
00:04:32: wenn ich nicht eingreife bricht ihr alles zusammen!
00:04:34: Und mit einem Schlag bist du moralisch verantwortlich für das Schicksal des
00:04:39: anderen.".
00:04:41: Die Reaktion ist dann klassisch.
00:04:43: Du übernimmst Aufgaben die absolut nicht deine sind.
00:04:46: Du bleibst eine Stunde länger, um das Problem der Kollegin vorzustrukturieren während deiner eigene Energie schon längs im Keller ist.
00:04:54: Aber schau dir das Ergebnis an!
00:04:57: Du nimmst dem anderen nämlich auch die Chance seine eigene Lösung zu finden.
00:05:02: Jedes Mal wenn du für jemanden ein Problem löst sagst du ihm unbewusst ich trau dir das nicht zu und mich bist du hilflos.
00:05:13: Das isst ehrlich gesagt keine Fürsorge.
00:05:16: Das ist eine Form subtiler Entmündigung und der Direktexpress in deine eigene Erschöpfung.
00:05:24: Typhus zum Krebs, der unter der Anemone langsam erstickt.
00:05:33: Exzessives Helfen ist ganz gerne mal eine brillante Vermeidungsstrategie.
00:05:38: Warum?
00:05:40: Weil es verdammt anstrengend ist sich um die eigenen Risse im Boden zu kümmern!
00:05:45: Es ist so viel leichter und vor allem befriedigender... sich mit dem Schlamm auf dem Acker der anderen zu beschäftigen.
00:05:52: Wenn du den ganzen Tag damit beschäftigt bist, sehr an den Mund zu füttern hast du die perfekte moralische angreifbare Ausrede.
00:06:00: für die eigene Regeneration war leider keine Zeit!
00:06:04: Für die eigenen Träume oder Konflikte übrigens auch nicht.
00:06:08: Das Helfer-Syndrom funktioniert wie eine Sucht Du drückst in Hebel des Retters und bekommst eine schnelle Pille Anerkennung.
00:06:16: Du fühlst dich hellnhaft und wichtig.
00:06:19: Aber dieser Wert ist nur geliehen, er hängt davon ab dass es anderen schlecht geht.
00:06:25: Das ist die eigentliche Falle!
00:06:27: Du bist erstwichtig wenn jemand anderes bedürftig ist.
00:06:31: Eine psychologische Sackgasse Die am Ende eine ausgebrannte Lehrkraft hinterlässt, die vor lauter Retten ihr eigenes Leben vergessen hat.
00:06:44: Wie kommst du aus dieser Falle raus ohne zum gefühlskalten Egoisten zu werden?
00:06:49: Es geht darum, den Unterschied zu lernen zwischen unterstützendem Begleiten und rettendem Übernehmen.
00:06:56: Und dieser Unterschied liegt in einer einzigen Frage.
00:07:01: Handle ich gerade nach meinem Wert Mitgefühl?
00:07:06: Echtes Mitgefühl schließt dich nämlich immer mit ein!
00:07:10: Wenn du hilfst bis du umkippst ist das kein Mitgefüll.
00:07:14: Das ist Selbstaggression im Kostüm der Nixenliebe.
00:07:18: Hilfe zur Selbsthilfe bedeutet dem anderen zuzutrauen, dass er genug Kraft für seinen eigenen Weg hat.
00:07:26: Auch wenn er manchmal dabei hinfällt – you are able!
00:07:33: Wenn dein Wert Ehrlichkeit lautet dann ist es die höchste Form der Professionalität der Kollegin zu sagen ich sehe das du gerade untergehst und ich kann das für dich heute nicht übernehmen.
00:07:48: Das klingt hart?
00:07:50: Nein Das ist gelebter Wert.
00:07:53: Du hältst dein Gegenüber, damit für fähig mit dieser Wahrheit umzugehen Denn kein Mensch ist unerschöpflich.
00:08:03: Ein Retter mit Burnout ist nur eine weitere Belastung.
00:08:11: Jetzt kommt der unbequeme Teil!
00:08:14: Denn das Loslassen klingt nach Yoga-Retreat fühlt sich im Schulalltag aber wie Zähne ziehen ohne Betäubung an.
00:08:21: Dein Gehirn muss lernen die Unverkommenheit andere auszuhalten.
00:08:25: Oft hilfst du, weil das Gefühl der eigenen Hilflosigkeit unerträglich erscheint.
00:08:31: Du siehst das Chaos des anderen und willst es sofort wegmachen nur damit du dich selbst wieder entspannen kannst!
00:08:38: Das ist Emotionsregulation auf Kosten des Anderen.
00:08:42: Klingt nicht so edel oder?
00:08:45: Leg die Verantwortung wieder dorthin zurück wo sie hingehört.
00:08:49: Wenn ein Schüler mit einem Problem kommt widersteht dem Drang sofort fünf Lösungen aus dem Ärmel zu schütteln.
00:08:55: werde zum Zeugen.
00:08:57: Frag ihn!
00:08:58: Was hast du selbst schon versucht?
00:09:00: Was wäre dein nächster kleiner
00:09:02: Schritt?!
00:09:04: Wenn Du aufhörst, der Krebs und die Seeanemone zu spielen – die sich an jedem Problem festsaugen – wirst Du merken wie viel Energie für Deine eigenen Projekte übrig bleibt.
00:09:17: Du gewinnst Deine persönliche Freiheit zurück.
00:09:21: Ein Möglichmacher darf Türen zeigen aber Du musst aufhören die Leute durch diese Tür zu tragen.
00:09:28: Denn hier ist das Paradoxe!
00:09:29: Vielleicht fängt der andere gerade deshalb anzulaufen, weil er nicht mehr getragen wird?
00:09:35: Du rettest niemanden in dem du ihn unselbständig machst.
00:09:38: Du rettest ihm indem du ihm zutraust dass er es selbst schafft.
00:09:43: Das ist der Unterschied zwischen Seeanemonen und möglichmacherinnen.
00:09:49: Heute haben wir die Retterfalle beim Namen genannt Und jetzt üben wir die Hände stehen zu halten.
00:09:54: Hier ist ein Mikroauftrag für die kommenden Tage.
00:10:25: Frage, hilft mein nächster Satz dem Wachstum des anderen oder löse ich gerade für ihn?
00:10:37: Wenn die Antwort unsicher ist, schluck den Rat herunter.
00:10:41: Sag stattdessen nur Ich höre dir zu Das klingt nach einer großen Herausforderung.
00:10:46: und dann Schweig!
00:10:49: Spür wie schwer das ist Und spüre gleichzeitig Wie viel Raum du dem anderen damit gibst.
00:10:56: Du lässt ihnen seine Lösungskompetenz behältst deine Energie bei dir.
00:11:02: Schön, dass du heute wieder dabei warst!
00:11:04: Nächste Woche wird es ein bisschen akustisch – wir sprechen über den Schatten nach dem Applaus, warum dich ausgerechnet deine schönsten Erfolgsmomente manchmal in ein tiefes Loch fallen lassen und was die berühmte Klocke Londons damit zu tun hat.
00:11:19: Das besprechen wir am kommenden Montag.
00:11:25: Und wenn du merkst, dass du das stille Fundbüro des Kollegiums bist und langsam merkst ,dass du selbst ein paar verlorene Gegenstände vermisst dann lade ich dich herzlich in die Happy Campus Community ein.
00:11:36: Dort bin nicht alle drei Tage mit einem kleinen Mikromoment an deiner Seite damit du dran bleibst – und nicht alles was du dir heute vorgenommen hast im Alltagstrubel wieder versickert!
00:11:46: Und einmal im Monat gehen wir in unsere Online-Freudbildung so richtig in die Tiefe.
00:11:50: für das was dem Alltag zu kurz kommt….
00:11:52: beruflich wie privat Vereinbare ein Infogespräch auf www.happy-Kampfos.de.
00:11:59: Komm dazu!
00:12:00: Wir warten auf dich, werdet Teil der HCC.
00:12:03: Hör auf die Seeanne Mulle zu sein und von an dein eigenes Gehäuse zu bewohnen.
00:12:08: für Dich.
00:12:10: Du bist richtig.
00:12:11: du bist richtig Du bestelltest Zukunft Deine.
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