#020 Ich bin der Himmel, nicht das Wetter – Warum du nicht deine Gefühle bist
Shownotes
Dienstagmorgen im Lehrerzimmer: Es regnet E-Mails, es hagelt Korrekturen und zu Hause wartet der Wäscheberg wie ein eigenes kleines Mittelgebirge. Wenn wir mit diesem emotionalen Wetter verschmelzen, brennen wir aus. In dieser Episode entschlüsseln wir das ACT-Prinzip der Defusion und lernen, wie ein winziger Sprachwechsel dein gesamtes Nervensystem beruhigen kann.
In dieser Folge erfährst du:
• D**ie Stratosphäre: ****Was uns die Meteorologie über den weiten, ruhigen Raum über den Wolken verrät und warum dein Kern immer unberührt vom Alltagschaos bleibt. • **Fusion vs. Defusion: Warum das Wörtchen „haben“ Gefühle zu einem bleiernen Besitz macht und wie du durch achtsame Sprache sofort Distanz gewinnst. • Die innere Wetterkonferenz: Warum das Bekämpfen und Analysieren von schlechter Laune die emotionalen Stürme in uns nur noch mächtiger macht. • Der gelassene Wetteransager: Wie das reine Benennen von Gefühlen dir deinen Logenplatz im Alltag zurückgibt. • **Das Auge des Sturms: **Wie du mitten im größten Trubel – ob in der Klasse oder am Abendbrottisch – den Punkt völliger Windstille in dir betrittst.
✨ Dein Mikro-Auftrag für heute:
Nutze den „Himmel-Check“: Wenn du dich emotional überflutet fühlst (ob durch eine Mail, den Stresspegel oder eine Frage deines Partners zur falschen Zeit), halte inne. Wenn du gerade nicht Auto fährst oder Aufsicht hast, schließe kurz die Augen. Ersetze das zerstörerische „Ich bin gestresst/wütend“ durch den Satz: „Ich nehme wahr, da ist gerade Stress/Ärger in mir.“ Gib der Wolke Raum, betrachte sie und lass sie weiterziehen. Du bist der Himmel, nicht die Wolke.
Werde Teil der Happy Campus Community (HCC): Du möchtest das Wetter öfter mal Wetter sein lassen und suchst Begleitung auf dem Weg in deine ruhige Stratosphäre? • Alle 3 Tage: Ein kleiner Mikro-Moment als stärkender Impuls direkt in der Community. • Online-Fortbildung: Einmal im Monat Deep Dive für deine berufliche und private Selbstwirksamkeit. • Infogespräch vereinbaren: https://www.happy-campus.de
Du bist wichtig. Du bist richtig. DU gestaltest Zukunft. Wechsle die Flughöhe und nimm deinen Logenplatz ein. 💚
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Transkript anzeigen
00:00:03: Dienstagmorgen, kurz nach der ersten Pause.
00:00:06: Du stehst im Lehrerzimmer und um dich herum tuppt das was du ganz gerne mal das pädagogische Tiefdruckgebiet nennst.
00:00:13: Es regnet E-Mails von Eltern die sich Sorgen um etwas auch immer machen.
00:00:16: Es heilt Korrekturen die sich auf deinem Tisch stapeln wie tektonische Platten kurz vor dem Erdbeben.
00:00:22: Und dieses Tiefdrückgebiet hält sich nicht nur in Schule auf es zieht einfach mit dir nach Hause.
00:00:28: oder Wäscheberg schon wartet wie ein eigenes kleines Mittelgebirge.
00:00:31: Und kaum bist du durch die Tür, fliegt dir schon die Frage entgegen was gibt es heute zu essen?
00:00:37: Während du noch halb in deinen Schuhen steckst!
00:00:44: Du stehst mittendrin und in diesem Moment fühlst du dich ganz genau wie dieser Sturm.
00:00:51: Du bist der Ärger über den Schüler, der gerade beschlossen hat sein Arbeitsblatt als Origami-Projekt zur Zwecke entfremden.
00:00:58: bis die Erschöpfung, die sich wie feuchter Nebel auf deine Konzentration legt.
00:01:02: Du bist so sehr eins mit diesem Gefühlswetter dass du denkst Wenn dieser Sturm nicht aufhört löse ich mich auf.
00:01:11: Dann bleibe ich für immer.
00:01:14: dieser graue verregnete Tag Ich bin der Tag Im Stress passiert sehr gerne dieser Denkfehler.
00:01:25: Du hältst das was du fühlst für das, was du bist.
00:01:32: Du glaubst, du seiest der Regen, der dich nass macht?
00:01:36: Heute zeige ich dir, warum dieser Denkfehler so viel Erschöpfung kostet und wie drei kleine Wörter alles verändern können!
00:01:44: Willkommen bei Happy Campus.
00:01:48: Ich bin Manuela Schneider, Gründerin von Happy Campus, Heilpraktikerin für Psychotherapie-Möglichmacherinnen Zukunftsgestalterin.
00:01:55: Du kennst diese Tage an denen ... von deinen Gefühlen komplett überrollt fühlst.
00:02:02: Du sagst dann Sätze wie Ich bin heute einfach schlecht drauf oder ich bin total gestresst, oder auch ich bin so wütend!
00:02:15: Mit dieser Sprache passiert etwas sehr Konkretes in deinem Gehirn.
00:02:21: ein kleines aber sehr folgenreiches Missverständnis.
00:02:27: und dafür Habe ich dir heute einen Fekt aus der Meteorologie mitgebracht?
00:02:34: Wusstest du, dass über jedem noch so gewaltigen Sturm, über jedem Gewitter und über jeder noch so dichten Wolkendecke immer die Sonne scheint?
00:02:49: In etwa zehn bis fünfzehn Kilometern Höhe liegt die sogenannte Droppo-Pause.
00:02:55: Die Grenze zur Stratosphäre!
00:02:58: Unterhalt davon findet fast das gesamte Chaos statt, dass wir Wetter nennen.
00:03:04: Da stürmt es, da schneitest und herrscht zum Teil sichtweite Null!
00:03:11: Sobald du diese Grenze überschreitest, herrsht absolute Stille.
00:03:17: Die Stratosphäre ist vollkommen unbeeindruckt davon ob unten gerade emotionaler Sturmwet oder die Schulleitung eine außerordentliche Konferenz zur Mülltrennung einberufen hat.
00:03:28: Der Raum da oben ist immer da, weit ruhig und er bietet den Kontext in dem das Wetter erst stattfinden kann.
00:03:42: Ohne Himmel kein Gewitter!
00:03:46: Und das Entscheidende?
00:03:48: der Himmel verschmilzt nicht mit dem Wetter Er isst NICHT das Gewitter.
00:03:54: Das Gewitter findet in ihm statt aber eher Bleibt der Himmel.
00:04:04: Genau das ist das Prinzip, um dass es heute geht!
00:04:08: In der Psychologie genauer gesagt in der Akzeptanz- und Komitmenttherapie kurz ACT genannt heißt dieses Prinzip Diffusion.
00:04:16: Und es ist eines der wirkungsvollsten Konzepte die ich kenne.
00:04:21: Heute lernst du wie Du die Flughöhe wechselst vom nassen Wanderer zur unendlichen Stratosphäre.
00:04:34: Diffusion klingt erst mal nach einem Begriff aus einem verstaubten Fachbuch.
00:04:40: Er beschreibt etwas, dass du aber sofort verstehst wenn du es einmal gehört hast.
00:04:48: Fusion bedeutet Du verschmilzt mit deinen Gedanken und Gefühlen.
00:04:53: Du bist nicht mehr jemand der Angst hat.
00:04:57: Du BIST die Angst!
00:04:58: Du bist NICHT JEMAN, der Ärger bemerkt.
00:05:04: Das Gefühl fühlt dich komplett aus.
00:05:07: Es gibt keinen Zentimeter Abstand mehr zwischen dir und dem Gefühl.
00:05:14: Diffusion ist das Gegenteil!
00:05:17: Du trittst einen kleinen Schritt zurück, du nimmst das Gefühl wahr aber du wirst nicht eins mit ihm.
00:05:25: Und jetzt kommt der Teil den Forschenden Studien zu Act immer wieder bestätigen.
00:05:33: Dieser Schritt Zurück passiert nicht durch Willenskraft.
00:05:39: Dieser Schritt passiert einfach durch Sprache!
00:05:43: Zwei Sätze, dasselbe Gefühl vollkommen unterschiedliche Wirkung auf dein Nervensystem.
00:05:52: Satz eins Ich habe Angst.
00:05:55: Das Wort haben macht Angst zu einem Besitz Zu etwas das zu dir gehört.
00:06:01: Keine Distanz keine Atmung.
00:06:09: Ich nehme wahr, da ist gerade Angst in mir.
00:06:13: Und damit tust du etwas Großartiges!
00:06:17: Du gibst dem Gefühl einen Ort IN dir ohne selbst dieser Ort zu werden.
00:06:23: Die Angst findet in dir statt – du bist damit der Himmel nicht das
00:06:30: Gewitter.".
00:06:31: Studien zeigen, dass alleine dieser Sprachwechsel die emotionale Reaktivität messbar senkt.
00:06:38: Nicht weil die Angst verschwindet sondern weil du wieder Raum hast, Raum in dem das Gefühl sein darf ohne dass es dich überwältigt.
00:06:53: Wir tun so als wäre ein Gefühl ein Problem das gelöst werden muss.
00:06:58: Du warst auf spürst emotionalen Nieselregen im Gemüte und rufst sofort den Katastrophenschutz aus.
00:07:03: Und nein!
00:07:04: Es fängt an zu regnen.
00:07:06: Das wird ein furchtbarer Tag.
00:07:08: Mein ganzes Leben ist eine einzige riesige Fütze!
00:07:14: Du hältst interne Konferenzen ab, warum du bitte schön schlechte Laune hast?
00:07:19: Du analysierst den Wind aus dem Lehrerzimmer, misst die Luftfeuchtigkeit deiner Traurigkeit und versuchst den Regen mit Argumenten zu stoppen – der Himmel würde Nie versuchen, eine Wolke wegzudiskutieren.
00:07:35: Weil das ungefähr so klingen würde!
00:07:37: Liebe Wolke es passt mir heute gar nicht dass du hier bist.
00:07:40: ich hatte strahlenden Sonnenschein für die Bundesjugendspiele geplant.
00:07:43: bitte löse dich sofort auf sonst schreibe ich eine Beschwerde an die Schöpfung.
00:07:49: Genauso absurd ist es wenn Du versuchst dein Gefühl wegzudenken oder weg zu reden.
00:07:54: Die Forschung ist da total eindeutig.
00:07:57: Gefühle die bekämpft werden werden stärker denen Raum gegeben wird, ziehen weiter.
00:08:05: Nicht sofort aber bald!
00:08:07: Der Himmel kämpft nicht gegen die Wolken und genau deshalb bleibt er der Himmel.
00:08:18: Das sogenannte Beobachtende selbst ist ein wirksamster Schutz gegen Erschöpfung – nicht weil es die Gefühle wegmacht sondern weil es ihnen erlaubt da zu sein ohne dass sie dich definieren.
00:08:32: Vom Logenplatz ich sage dir mal... Eigentlich ist das ein bisschen so was wie die Metaebene.
00:08:38: Vom Logenplatz aus wirst du zu deinem eigenen, ziemlich gelassenen Wetteransager.
00:08:47: aktuell dichte Wochen Wolkendecke über dem Lehrerzimmer für einzelne Donnerausrichtung Elterngespräch Zuhause Tendenz unverändert.
00:08:55: Das klingt fast banal aber genau diese Banalität ist die Rettung.
00:09:00: Ein Wetter-Ansager macht aus einer Regenfront kein Persönliches Drama.
00:09:06: Er beschreibt nur, was ist!
00:09:10: Du bist nicht die Notni du gibst.
00:09:12: Du bist auch nicht der Kommentar deiner Schwiegermutter zum Sonntagsbraten.
00:09:18: Das sind alles nur Wettermeldungen – manche freundlich und manche stürmisch… Und du fühlst zu diesen Situationen etwas?
00:09:26: Na klar!
00:09:27: Wenn du aufhörst mit deinen Gefühlen zu verschmelzen passiert etwas Magisches.
00:09:32: Das Gefühl darf da sein es hat Platz Und weil es Platz hat, zieht das auch wieder ab.
00:09:39: So wie jede Wolke irgendwann weiterzieht wenn der Himmel nicht versucht sie festzuhalten.
00:09:52: Übrigens gibt's noch etwas was die wenigsten über Sturm wissen.
00:09:56: Genau in seiner Mitte dort wo die größte Zerstörung erwartet würde liegt das Auge des Sturms Ein Bereich fast völliger Windstille Während ringsrum alles tobt, ist es dort manchmal sogar sonnig.
00:10:14: Die Menschen im Auge merken oft gar nicht wie heftig es nur wenige Kilometer weiter zugeht bis sie den Wetterbericht einschalten.
00:10:24: Du bist nicht nur der Himmel über dem Chaos du kannst auch das Auge sein Der ruhige Punkt mitten im Sturm der selbst kaum etwas bewegt und auch kaum bewegt wird.
00:10:38: In deinem Alltag wirst du täglich von großen Wetter-Systemen erfasst, Frust über Forderung die Traurigkeit von Schülerinnen und Schülern oder zu Hause das Gespräch mit dem Partner der schon beim zweiten Satz in eine Richtung trifftet, die Du heute wirklich nicht mehr gebrauchen kannst.
00:10:59: Wenn Du mit all dem verschmilzt nimmst Du es mit nachhause und es wird zu Deiner Identität am Ambrotisch!
00:11:08: Aber Diffusion gibt dir das Auge zurück.
00:11:13: Du darfst alles fühlen, die Böen, den Regen und den Donnerings rum.
00:11:17: benenne es!
00:11:19: Ich nehme wahr – da ist gerade Erschöpfung in mir – ich nehme wahr….
00:11:24: Da ist Ärger.
00:11:25: Gebt im Raum und dann beobachte was
00:11:27: passiert.".
00:11:29: Das Gefühl zieht weiter nicht weil du's weggedrückt hast sondern nochmal weil du aufgehört hast es festzuhalten.
00:11:38: Und falls dich jemand fragt, warum du mitten im größten Trubel so ruhig wirkst Dann kannst Du einfach sagen Ich bin gerade im Auge.
00:11:47: Die meisten werden nicken als hätten sie es verstanden Müssen Sie aber nicht.
00:11:52: Du bist... ...im Auge!
00:12:15: Such dir einen Moment, in dem du dich emotional überflotet fühlst.
00:12:21: Wenn der Stresspegel steigt, wenn dich eine Mail ärgert, wenn die Erschöpfung wie eine bleiernde Decke über dir liegt oder abends.
00:12:29: Wenn dein Kind zum dritten Mal gleich sagt und du merkst dass sich innerlich etwas zusammenzieht.
00:12:34: Oder auch wenn ein Partner oder deine Partnerin zur falschen Zeit die falsche Frage stellt und du genau spürst wie die nächste Wolke aufzieht Dann mach den Himmelcheck!
00:12:47: Schließ kurz deine Augen.
00:12:48: Achtung Nur wenn du gerade nicht fährst oder eine Aufsicht führst, ansonsten Augen auflassen und sag laut oder innerlich.
00:12:58: Nicht ich bin gestresst sondern Ich nehme wahr Da ist gerade Stress in mir.
00:13:06: Die Wolke ist klein Der Himmel ist riesig.
00:13:15: Lass die Wolke da sein Gib ihr Raum Beobachte sie Und dann beobachte wie sie weiterzieht.
00:13:21: Nicht weil Du sie weggedrückt hast Sondern weil Du aufgehört hast sie festzuhalten.
00:13:25: Du bist der Himmel nicht die Wolke.
00:13:29: Schön, dass du heute wieder dabei warst!
00:13:31: Nächste Woche schauen wir uns an warum eine restlos abgehackte To-do-Liste sich am Ende doch nie so gut anfühlt wie du dir das vorgestellt hast.
00:13:40: und was dir ein kleiner Vogel darüber verraten kann, der jedes Jahr von der Arktis bis in die Angartis pflegt ohne je fertig zu sein – das besprechen wir am kommenden Montag.
00:13:51: Das war Happy Campus.
00:13:55: Und wenn du merkst, dass du öfter mitten im Sturm stehst als ihr lieb bist und du gerne öfter ins Auge wechseln möchtest – dort wo es Windstill ist?
00:14:02: Dann lade ich dich herzlich in die Happy Campus Community ein.
00:14:06: Dort bin ich alle drei Tage mit einem kleinen Mikromoment an deiner Seite damit du dran bleibst!
00:14:11: Und dem Alltagstrubel nicht vergisst was dir wichtig isst.
00:14:15: Und einmal im Monat gehen wir in unserer Online-Fordbildung richtig in die Tiefe für das, was im Alltag zu kurz kommt….
00:14:21: beruflich wie privat.
00:14:23: Vereinbare ein Infogespräch auf www.happynewscampus.de.
00:14:29: Komm dazu, wir warten auf Dich!
00:14:31: Werdet Teil der HCC.
00:14:34: Wechsel die Flughöhe, nimm dein Logenplatz ein und lass das Wetter einfach Wetter sein Für dich.
00:14:40: Du bist wichtig du bist richtig.
00:14:43: Du gestelltes Zukunft Deine.
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